Animatronik im Marionettentheater

Im Marionettentheater von Bad Tölz haben wir für die Aufführung “Nussknacker” die neueste Animatronik Steuerung für die sechsarmige Tänzerin eingesetzt. Wir berichten hier in eigener Sache von dem Einsatz der Technik.

Die Premiere fand am 11.12. 2004 statt

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Animatronik im Marionettentheater (5:15 Min.)

  1. Real Video: 320x240, 4.5 MB
  2. XviD, 640x480, 30fps, 20.4 MB
  3. XviD, 1280x720, 30fps HDTV, 65 MB
  4. WMV,1280x720, 30fps, HDTV, 200 MB (Achtung lange Ladezeit von unserem Server)

 

Das Theater wurde 1908 von einem Apotheker gegründet und wird ab Mai 2000 von Albert Maly-Motta und Karl-Heinz Bille geleitet.

Es werden dort regelmäßig anspruchsvolle Stücke im Abendprogramm aufgeführt, im Fundus sind 30 Stücke und 450 Marionetten. Es gibt auch ein paar wenige Animatronische Figuren, dass heisst diese werden von Servos gesteuert.

Die indische Tempeltänzerin wird in dem Stück “Nußknacker”  eingesetzt und wurde bisher durch eine Tonbandsteuerung bewegt. Wir haben diese durch eine moderne Singlechip Computer Lösung ersetzt, die nun die handelsüblichen Servos bedient. Ein Einsatz eines PCs zur Steuerung ist für den Bühnenbetrieb zu riskant. Die Mikroelektronik, die ohne grosses Betriebssystem auskommt, ist zudem Echtzeitfähig, kann also präzises Timing einhalten und übernimmt auch die Pulsegenerierung für die Servos.

Links sieht man die Tempeltänzerin mit Nebeneffekten, wie sie dann auch bei der Aufführung im Stück Nußknacker verwendet wird.

 

Hier sieht man die Steuerung, Sie kann komplett selbstständig arbeiten, der Programmablauf für die Servos ist dann in einem EEPROM auf der Platine gespeichert. Die LCD dient der Überwachung und zeigt z.B:. den Batterie, bzw. Akkuzustand an, so dass man bei einer Aufführung nicht plötzlich durch einen leeren Akku überrascht wird. Ferner besitzt die Platine eine HF-Transceiver über die die Servos auch per Fernsteuerung bedient werden können, z.B. auch im Override Betrieb einzelnen Servos, während andere z.B. automatisch ablaufen. Min-Max Werte für die Servos und viele Eigenschaften werden auch im EEPROM der Platine festgehalten. Ein Anschluss für den PC ermöglicht die Programmierung des EEPROMs und Firmwareupdates. Als Prozessor wird ein leistungsfähiger Mikrocontroller der PIC-Serie verwendet.

Hier sieht man den Fernsteuersender noch ohne Gehäuse. Damit kann auch das Teachin erfolgen, also das erlernen von Bewegungen. Bereits erlernte Bewegungen werden dann von den Servos synchron abgespielt, und neue Servos kann man hinzufügen. So ist ein Betrieb wie in der Audiotechnik mit Mehrspurbetrieb möglich. Zuordnungen zu den zweiachsen Joysticks und den analogen Wippen wird über einen PC durchgeführt und dann im EEPROM der Fernsteuerung festgehalten. Als Anzeige wir dhier eine moderne OLED verwendet.

Links sieht man die Mini-Joysticks und die Wippen. Später sieht man nur diese aus dem Gehäuse ragen. Aber für unsere eilige Aktion im Marionettentheater mussten wir noch ohne Gehäuse auskommen.

Es gibt ferner die Möglichkeit weitere Joystickeinheiten, Rollkugeln usw. anzuschliessen, ferner gibt es noch eine Handsteuerung.

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